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Dorfleben eines Nords
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Liam.
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Registriert seit: Feb 2014
Minecraft: RubyVortexx
Bekannt als: Bruder Antonius
Beitrag #1
Dorfleben eines Nords
Hallo liebe Community, 

hier werde ich die nächsten Tage etwas Arbeit reinstecken und von Knuts Leben erzählen, bevor er sich entschloss nach Weindenau zu kommen. Hier versuche ich besonders auf das Dorfleben und Rituale/Traditionen einzugehen.
Nichts von dem was hier steht wird irgendeine Notwendigkeit in unserem RP darstellen. 
Ich möchte nur, mit den Ritualen nach denen Knut lebt, andere Nord-Spieler inspirieren.

Ich hoffe euch gefallen die Geschichten.


Zitat:Der Holmgang
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Nebel lag über Úlfurgat. Dieses Dorf ist die Heimat des jungen Knut. Knut Sohn des Bjarn, wird er nur 
genannt. Knut konnte sich noch keinen Titel erarbeiten, mit seinen schmächtigen 6 Jahren durfte er in der 
Dorfhalle aber schon losgelöst von den Frauen, bei den anderen Knaben am Feuer sitzen.
An diesem Morgen, als Knut sein Zelt verlassen hat um mit den anderen jungen Knaben mal wieder die 
Rangfolge neu auszufechten, gerieten zwei Männer des Dorfes in einen furchtbar lauten Streit. Als Knut die
Dorfhalle betrat, sah er Olaf das Rotauge und den Sohn des Dorfschmieds Halfdaan Andresson miteinander
kämpfen. Die Halle und dessen schweren Tische wurden ordentlich in Mitleidenschaft gezogen, während die
Kämpfenden mit Äxten und Schilden aufeinander einschlugen.
Viel mehr konnte Knut nicht sehen, denn die anderen Knaben liefen ihm schon entgegen, um nicht selbst 
von umherfliegenden Gegenständen getroffen zu werden.
"Genug! Es ist genug! Hört ihr nicht!", die Stimme des Sehers schallte durch die Halle. Die Kämpfenden 
hielten ein. "Halfdaan hat mein Weib gepflügt!", brüllte Olaf zornig. "Das habe ich nicht! Das du das allein
behauptest! Dafür breche ich dir Mistvieh die Knochen!". "Der Seher sagte es reicht!", der Dorfälteste Ubba
schob sich an Knut und seinem Vater vorbei in die Halle. "Ihr zwei habt den Frieden Shadis entehrt! Bjarn!"
Knuts Vater hebt erneut die Stimme: "Ich sehe... hier gibt es einen Streit, den wir nicht mit Worten beilegen
können", noch während beide Streiter den Mund aufmachten, schnitt ihnen Ubba das Wort ab: "Entweder 
ihr legt euren Streit sofort beiseite und reicht euch den Arm, wie es Brüder unter Storr tun oder ihr legt
es bei, in dem ihr den Göttern Ehre macht und einen Holmgang bestreitet. Macht ihr nichts von Beidem, ist
morgen schon der Jarl hier." Damit war das Machtwort des Dorfältesten gesprochen. Gespannt schaute Knut
zu seinem Vater hoch, dieser schaute nur ruhig zu den Streithähnen. "Wir machen den Holmgang!", rief 
Olaf aus. "Den machen wir!", bestätigte Halfdaan. 
Knuts Vater nickte, "Steckt ihr das geviert selbst ab?", "Nein", sagte Olaf. "Das machst du, Seher. Wir kämpfen
nicht auf Leben und Tod. Ich fordere von Halfdaan meine Ehre zurück". Damit war alles Nötige gesagt und 
Knut musste mit den anderen Knaben das Dorf zusammenrufen.

DAS RITUAL

Bjarn der Seher richtete das Feld her, wie es seit jeher getan wird.
Der Kampfplatz misst fünf Mannesschritt von Pfosten zu Pfosten. An zwei gegenüberliegenden Pfosten
haben Schlingen zu sein, um jeweils ein langes Stück Holz einzuhängen, in den die Runen der Runar
eingearbeitet werden.
Knut hängte die geschnitzten Stücke ein, nachdem sein Vater die Pfähle in den Boden geschlagen hatte.

Als sich das Dorf versammelt hatte, trat Bjarn in das geviert. "Olaf das Rotauge, beschuldigt Halfdaan Sohn 
des Andres, seine Frau Madni entehrt zu haben" Madni selbst stand auch dabei und man sah ihr an, dass 
sie den Tränen nah war. 
"Dieser Kampf geht solang bis einer der Kämpfer flieht oder bis das Blut von einem den Boden benetzt.
Wird ein Schild zerbrochen, so sollen ihm bis zu zwei neue Schilder gereicht werden."
Beide Kämpfer nahmen ihre Positionen ein und nahmen Schild und ein Beil auf. Beide Streiter fassten an 
ihr rechtes Ohrläppchen und sprachen ein Gebet zu dem Gott ihrer Wahl.
Der Kampf selbst wurde durch Bjarn eröffnet, nachdem er sein Gebet zu den Göttern beendet hatte, seine
Handfläche Aufschnitt und ein paar Bluttropfen auf den Küstenboden spritzte. 
Der Kampf selbst war nichts besonderes. Trat einer der Kämpfer mit einem Bein aus dem geviert riefen 
alle, dass er weicht und der andere durfte ihn nicht aus dem geviert drängen, er musste ja schließlich selbst
fliehen. Schilde zerbrachen und Wunden, die nicht stark bluteten wurden zugefügt.
Halfdaan schlitze aber unvorhergesehen die Wade von Olaf auf und Blut spritzte auf den Boden.

Ubba beendete den Kampf und Halfdaan hatte somit seine Ehre verteidigt und seine Unschuld war vor den
Augen der Götter bewiesen. Beide Streiter waren nun gezwungen sich den Sand von der Kleidung zu klopfen 
und sich die Hand zu reichen.
Das am Tag darauf Madni ein blau angelaufenes Auge hatte, war natürlich eine eigene Sache.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.10.2019, 23:54 von Liam..)
27.09.2019, 15:53
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