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Der Zirkusdirektor
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IDammned
Sol Invictus

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Der Zirkusdirektor
Der Zirkusdirektor


--- Anonym eingereicht ---


Es war einmal ein wunderschöner Tag, die Sonne strahlte vom Himmel hinab und einige einzelnen Wolken sorgten für ein wenig Abwechslung am fernen Blau. Und um diesen Tag zu nutzen trat eine Gruppe von tapferen Männern und Frauen den Weg in die Wildnis an. Fern ab von den warmen Feuern Weidenaues fanden sie einen Höhleneingang. Doch die Finsternis in der der Namenlose auf arme Seelen wartet, wurde bald von einem kleinen flackernden Licht durchbrochen. Die Gruppe trat hinein, darauf gefasst, dass dort ein Bär oder gar Schlimmeres auf sie wartete. Doch leicht enttäuscht traten sie in einen kleinen Raum ein, der vor langer Zeit wohl jemanden als Lager diente. Verschimmeltes Brot, Stofffetzen und ein wenig Stroh erblickten sie. Schnell hieß es von allen einstimmig, dass man wieder gehen soll, nur eine zierliche junge Frau blieb hinter den anderen zurück. Sie war schon fast allein, als sie ausrief: „ Haltet ein! Kommt her! Hier ist etwas“ Da hörte man bereits das Rumpeln und Knarren von etwas und als die Gruppe wieder zusammen stand, standen sie vor einer Öffnung, Licht drang aus ihr heraus. Ein einzelner Sonnenstrahl durchbrach den Erdboden und brachte einen einfachen Zettel zum erstrahlen. Mit jedem Schritt, den die Mutigen auf diesen zu machten, vernebelte es die Sinne mehr und mehr. Die stärksten sahen noch die ersten zu Boden gehen, dann sahen auch sie nur noch Schwarz.
Nach Stunden oder gar Tagen, niemand konnte es einschätzen, wachte einer nach dem anderen wieder auf. Es wurde sich neugierig als auch ängstlich umgeschaut: Sie waren von Stoff umgeben. Doch einen Ausgang gab es nicht. Bevor sie darüber nachdenken konnten, ertönte eine feierliche Stimme: „ Willkommen Helden! Willkommen im Zirkus der Mutigen! Der Tapferen! Das seid Ihr doch? Nein? Nun dann werdet es schleunigst, sonst wird der Tod auf Euch warten!“ Die Begrüßung endete mit einem wahnsinnigen Lachen und tobenden Applaus. Dann ganz abrupt kehrte wieder Stille ein. Die Helden blickten sich an, zuckten mit den Schultern und gingen voran, eine Wahl hatten sie nicht.

Sie waren auf alles vorbereitet, doch nicht auf das, was sie erblickten: Ein Haufen Schafe lief blökend durch den Raum! Und das war nicht alles, sie waren auch noch bunt. Als dem ersten bereits der Magen knurrte und vorschlug, dass man eines jagen könnte, ertönte wieder die Stimme des Zirkusdirektors: „ Määhhh! Oder auch willkommen! Unsere Freunde, die Schafe haben vergessen woher sie stammen. Eure Aufgabe wird es sein jene ihrer Abstammung zu zu ordnen! Und das auf Grund ihres Blökens!“
Merkwürdiger Weise schafften sie es recht schnell, die Schafe einzufangen und richtig zuzuordnen. Denn die Schafe machten wirklich unterschiedliche Geräusche! Vom „bäh“ bis zum „määh“!

Motiviert gingen sie weiter und ein dunkler Raum wartete auf sie. Sie sahen nicht einmal ihre eigene Hand vor sich, doch plötzlich wurde eine Fackel entzündet und eine Bühne kam zum Vorschein, eine Bühne mit fünf Personen: Ein Ritter, ein Prinz, eine Magd, ein Händler und gar die Königin. Wieder verkündete die Stimme des Zirkusdirektors, dass sie den Mörder finden sollen. Da erst fiel der Blick der Gruppe auf die Leiche in der Mitte, denn dort lag der König, seine Krone noch auf dem Kopf und Blut um in herum. Doch wer hat den König ermordet?
Sie befragten die Verdächtigen und auch dieses Rätsel wurde gelöst! Der Ritter, besser gesagt die Ritterin, war die Schuldige, sie hat ihren Herrn von hinten einen Dolch in den Rücken gejagt und versuchte es dem Prinzen selbst in die Schuhe zu schieben. Doch es war keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn sie mussten in den nächsten Raum.

Eine riesige Arena breite sich vor ihnen aus. Es blökte von allen Seiten, denn Schafe saßen überall am Rand und feuerten, so vermutet man, sie an. Den meisten zitterten die Knie und denen, die die mutig einen Schritt in die Arena taten, bereuten es so gleich. Denn zwei riesige Stoffbären traten auf sie zu. In der Hand hielten sie Äxte die so groß waren, wie ein Mensch selbst und sie riefen, während die Äxte bedrohliche Kreise drehen: „Kuschel mich! Ich will Kuscheln“ Die Worte des Zirkusdirektors gingen in dem Lärm unter. Zwei unserer Helden traten vor, denn sie waren die Einzigen, die mit einer Waffe umgehen konnten. Und dann waren die Bären vor ihnen, schwingen die Äxte und diese krachten hinab, spalteten den einen mit einem Schlag und der andere blutete schwer. Ein Kampf entbrannte, die Schafe blökten immer lauter und einer der Bären verfolgte eine junge Dame, die vor Angst weg rannte, eine Laterne fiel um und da alles aus Stoff war brannte bald alles. Feuer und Rauch nahmen der Gruppe die Sicht und keiner wusste wer noch am Leben war. Die Bären brannten lichterloh und liefen noch immer umher und schlugen um sich. Doch da wurde auch dem letzten schwarz vor Augen. Ob dies das Ende ist? Ob sie alle nun zu Sol kommen?

Nein! Denn sie schlugen langsam ihre Augen wieder auf. Sie waren in der Höhle, in der selben Höhle, wie sie kurz darauf bemerkten. Und sie waren alle unverletzt, auch wenn es sich nicht so anfühlte. Tränen der Freunde kamen zum Vorschein. War alles nur ein Traum gewesen? Oder ist dies nun ein Traum? Ein Leben nach dem Leben? Ein Leben im Lichte Sols? Das wird die Gruppe wohl niemals herausfinden.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.04.2020, 20:42 von IDammned.)
07.04.2020, 20:41
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