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Exodus Lore - [1] Von bitteren Anfängen
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Schnitzel
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Exodus Lore - [1] Von bitteren Anfängen
Hintergrundinformationen zur Lore von Exodus - Voraussichtlich folgen noch zwei Kapitel, bis dieser Bereich fertig ist.


Von Sonne und Mond.. - [ca. 2000 Jahre zuvor]
Am Nachthimmel stehen die zwei Monde, Lunos und Mortis, Sie, Lunos, ist weiß wie der Schnee, Er, Mortis, hingegen von einem dunklen Schwarz. Jeden Tag tauschen sie ihren Platz am Himmelszelt mit der Sonne, dann haben sie die Unterwelt zu beschatten. 

So wiederholten sich die Tage, Tage wurden Monate, Monate wurden Jahre - Auf der Erde kam das Leben auf, Pflanzen sprossen gen Himmel, Tiere fanden ihren Weg an alle Orte, und auch die Menschen fanden ihre Heimat. Die ersten Menschen, so sagt man, waren größer, kräftiger, den Gefahren des Landes, das sie "Kaderon" nannten besser gefeit. Doch mit der Zeit wurden die sesshaft, bannten die unheiligen Kreaturen, die ihnen das Leben schwer machten, nutzten ihren starken Geist, um sich das Leben zu erleichtern.

Die Sonne, Lunos und Mortis stellten ihre Götter dar - Manchmal, so sagt man sich, haben sie Zeichen gegeben, um die Menschheit in eine gewisse Richtung zu lenken, ihnen zu helfen.

Und so, das sagt man sich, wurden sie schwächer. 

Vielleicht ist es aber auch nur eine Lüge, um für die Dinge, die folgen sollten, eine Erklärung zu finden.



Mortis Untergang - [ca. 600 Jahre zuvor]
Keine Seele weiß mehr, wie lang genau es her ist, doch eines Nachts begann Mortis rot zu glühen - Geisterhaft wurde der schwarze, mit bloßem Auge nur schemenhaft erkennbare, Mond von roten Adern durchzogen, die ihn bald schon zur gänze ausfüllten. Die Panik konnte sich gar nicht so schnell verbreiten, wie die Dinge nun geschahen, und noch in derselben Nacht zerbrach Mortis in Millionen und Abermillionen von kleinen Teilen, die auf die Erde hinunterstürzten.

"Die Götter haben uns verlassen", riefen einige entsetzt, während um sie herum die Welt in einer fürchterlichen Apokalypse versank, und jene, die in dunkler Vorausahnung solch ein kataklysmisches Ereignis vorausahnten, summten sich in den Tode. 

Könige und Kaiser starben genauso wie Banditen und Bauern, wer den nächsten Tag erlebte, der konnte nun die zerstreuten Reste Mortis am Himmel sehen, und am Boden auflesen. Der Menschheit wurde der Kopf abgeschlagen, es herrschte pures Chaos. Wer Macht wollte, der nahm sie sich nun, Gold verlor seinen Wert, an die Stelle des Rechts trat der blanke Stahl.
Für weiche Seelen war nun kein Platz mehr, jeder musste zu seiner wahren Größe heranwachsen - Oder sterben.
Mit Mortis Untergang begann zudem, was in zahlreichen Legenden, Gruselgeschichten und Chroniken als "Die große Kälte" bezeichnet wurde. Vom Norden her peitschte erbarmungslose Kälte immer wieder gen Süden, bis sie eines Frühlings nicht mehr verschwand. Ein ganzer Landstrich verschwand unter einer weißen Schneedecke. Doch damit endete es nicht.
Schleichend arbeitete sie sich nach Süden vor, trieb die Menschen vor sich her wie die Wölfe das Wild auf der Hetzjagd. Dunkelheit legte sich über die Welt - Die Tage wurden immer kürzer, die Ernten knapper, doch die Menschen, die in immer schmaleren Landstreifen lebten, die hatten nicht weniger Hunger und Bedarf an Land.
Zuerst kamen die Anschuldigungen, wer denn an all diesem Übel schuld sei, dann begannen die geschwächten Überreste der ehemals großen Reiche Kriege, die sie durch grassierende Krankheiten und das Erfrieren so vieler auf den Märschen nur noch tiefer stürzten. 

Jeder wollte doch nur ein Stück fruchtbares Land, das noch nicht von der nicht enden wollenden Kälte, dem ewigen Winter, heimgesucht wurde. Es wurde gekämpft, bis es nichts mehr gab, um das es sich zu kämpfen lohnte. Die Menschheit, oder das traurige Fünkchen, das noch von ihr übrig war, besetzte verlassene Burgen und sammelte sich unter neuen Bannern um zu überleben.

Was in so vielen Jahrhunderten erbaut wurde, ging in weniger als einem Jahrzehnt verloren..
[Bild: LP6xC5Z.png]

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.10.2020, 13:00 von Schnitzel.)
17.10.2020, 17:38
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Schnitzel
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Beitrag #2
RE: Exodus Lore - [1] Von bitteren Anfängen
Exodus Lore - [2] Eine neue Welt

Am Abgrund - [ca. 550 Jahre zuvor]
Die Landschaft war schon nicht mehr als ein Meer von Baumstümpfen, kein zartes Grün stach mehr irgendwo durch die dicke Schneedecke, die die Länder inzwischen bedeckte. Zu viel wurde gerodet, um die letzten verbliebenen Unterschlüpfe zu beheizen, und nichts neues wuchs in dieser Kälte. 

Die Tiere, denen die Wälder einst ein Zuhause gegeben hatten, die waren ebenfalls überjagt und teilweise ausgerottet worden, so groß was das Bedürfnis nach ihrem Fell und dem wenigen Fleisch, das sie noch gaben. Über allen schwebte das dunkle Schwert der Gewissheit, dass nur noch ein Wunder helfen würde.

Alle Annehmlichkeiten des Lebens waren verloren gegangen, Landwirte gab es inzwischen keine mehr, die, die von langen Sommern und warmen Tagen erzählten wurden nur noch griesgrämig angesehen, Neid und Wut schlug ihnen entgegen. Die Kinder dieser Tage überlebten nicht oft, und man sagt sich, dass einige gar dem Verzehr anderer Menschen verfallen sind, die Erde war ohnehin zu kalt, um Gräber auszuheben.

Doch besagtes Wunder kam.
Niemand weiß genau, woher er kam, aber ein Mann, der große Eroberer, der Sohn von Mond und Sonne, ein Heilsbringer, ein Magier, ein Richter war er – Er war alles, was die Hoffnungslosen in ihm sahen, doch er beanspruchte nie einen dieser Titel für sich. Sich selbst nannte er schlicht "Videris". 
Er scharrte die großen Anführer der letzten Städte, Ländereien und Föderationen um sich, seine 99 Gefährten, er als einhundertster an ihrer Spitze. Einige überzeugte er mit weisen Worten, anderen half er, bis sie ihm Gefolgschaft schuldig waren, und wer nicht folgen wollte, den besiegte er mit Feuer und Schwert. Seine Gefährten, so weiß man, waren Menschen ganz außergewöhnlicher Macht. Kantor und Domitor waren große Krieger, Laneya seine beste Heilerin, Falamir einer seiner besten Kundschafter.

Videris lehrte sie, für ewige Loyalität, die Geheimnisse des ewigen Lebens – Doch dies sollte noch einer seiner größten Fehler werden.

Gemeinsam mit ihnen führte er die Menschen, einen langen, von neuem Mut erfüllten Tross, über das vereiste Meer in neue Gebiete fernab der großen Kälte. Manche erhielten zum ersten mal den Kuss der warmen Sonne. Zwar war vieles, wie Wissen, Kunst, Kultur und auch einige Sprachen, verloren gegangen, doch die Menschheit blühte langsam wieder auf.

Domitor der Verräter - [ca. 400 Jahre zuvor]
Doch das neue Land, das sie besiedelten, das gehörte nicht nur ihnen. Ein anderer Schlag von Menschen, aschgrau von der Haut mit roten Augen, trat schon bald in Kontakt mit den Eroberern.
Sie wurden Aschehäute genannt, und waren nicht mehr als Nomaden, man war ihnen so weit voraus – Und als die Eroberer ihr neu angestammtes Land nicht verlassen wollten, da begannen die Aschhäute ihre Siedlungen, Höfe und Handelsrouten zu überfallen. Schon bald entbrannte ein Krieg gegen sie, und obgleich Videris seinen Gefährten die Unsterblichkeit versprach, wurde einer der ihren im Kampfe erschlagen.

Vidal, der Berg, ein Mann größter Stärke und hohem Wuchs, erlag seinen Verletzungen, verfluchte seinen Anführer, dem er ewige Treue versprochen hatte. Der Pakt, so sagte er, sein von ihm gebrochen worden. In Folge machte sich Unruhe unter den Gefährten breit, und einer, Domitor, trat in Kontakt mit den Aschhäuten – Er erzählte ihnen vom Verrat an ihnen, und die Aschhäute redeten ihm gut zu. Verrat, so sagten sie, kann nur mit Verrat beantwortet werden.

Und so kam es, dass Videris in einem von Domitor und seinen eigenen Gefährten geplanten Hinterhalt erschlagen wurde. Von nun an sollte er Domitor der Verräter sein. Die letzten Worte Videris waren, dass er eines Tages zurückkehren würde. Manche erwarten seine Wiederkehr bis heute, andere glauben, dass er bereits wieder unter den Menschen wandelt. Doch dies ist ein anderes Thema.

Interregnum - [ca. 400 Jahre zuvor - Heute]
Es vergingen Dekaden. Jahrhunderte. Und niemand konnte den Platz, den Videris, der Eroberer, hinterlassen hatte einnehmen. Der Krieg gegen die Aschhäute beruhigte sich immer weiter. Es wurde nie Frieden geschlossen, nur vereinzelt kommt es noch zu Scharmützeln. Warum sie die Gunst der Stunde nicht nutzen, das ist bis heute ein ungelöstes Rätsel.
Die Gefährten wanderten in Folge in alle Himmelsrichtungen davon, manche folgten ihnen. Sie gründeten Städte, einige Leben bis heute. Doch von den vielen Kriegen und Plagen hat sich die Menschheit immer noch nicht erholt.

Es sind wenige, vielleicht ein paar Zehntausend auf der ganzen Welt, gesammelt in den Städten, die die Gefährten nach dem Tode des großen Eroberers gegründet haben. Sie bekriegen sich nicht, zu groß ist ihre Angst, ihre vermeintliche Unterblichkeit dadurch zu verlieren. Wie kleine Leuchtfeuer verteilen sich die Städte über dem Kontinent, dazwischen liegen Weiten voller Monster, Aschhäute und Banditen.

Es ist sicherer in den gigantischen Städten zu leben und sich nie weit davon zu entfernen, wenn man sein Leben liebt, nur Händler und gerissene Abenteurer wagen sich in Gruppen hinaus, um ihre Aufträge zu erfüllen.

Und je nachdem wo man lebt, ist das Leben in diesen in die Höhe gebauten Bollwerken der Zivilisation ein angenehmes.

[Bild: latest?cb=20160425051838]

Aufbruch - [Heute]
Doch die Menschen werden mehr, und einige sehnen sich danach, die gewohnten Gefilde zu verlassen, neue Städte, neue Stadtstaaten zu gründen. Und hier beginnt euer Abenteuer. Ihr schließt euch einer Expedition an die es sich zum Ziel gesetzt hat eine neue Stadt zu gründen. Zwar nicht so prächtig wie die existierenden Städte, aber euch reizt etwas anderes.

Ihr bestimmt euer Schicksal selbst.
[Bild: LP6xC5Z.png]

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 11 Stunden von Schnitzel.)
18.10.2020, 13:09
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